SOLAR.shell

Die parametrisch optimierte Fassade als Energiequelle

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SOLAR.shell-Demonstrator - Perspektivansicht | Foto: S. Huth, ai:L - HTWK Leipzig

Um ab 2020 den gesetzlichen Standard Niedrigstenergiehaus zu erreichen, sind regenerative Energieerzeuger in der Nähe des Gebäudes vorgeschrieben. Für Photovoltaik (PV) gut geeignete Dachflächen reichen allein nicht aus und konkurrieren zudem mit Terrassen und Dachbegrünungen. Mit PV aktivierte Fassadenflächen sind daher wichtiges Zukunftspotential zur Erreichung der Klimaziele. Standard-PV-Module können jedoch derzeit im dichten städtischen Gefüge wenig auf individuelle Standort- und Gestaltungsvorgaben reagieren.

Im Gegensatz zu gängigen Produkten setzt SOLAR.shell auf kleinteilige PV-Module, die sich maßstäblich flexibel in Fassaden integrieren lassen. Abhängig von Himmelsrichtung und Verschattung werden diese im Entwurfsprozess durch parametrisch-generative Computerberechnungen aus der Fassadenebene heraus optimal zur Sonne gedreht. Der Ertrag pro Quadratmeter PV-Fläche kann so bis zu 55 % gegenüber planar installierten Modulen gesteigert werden. Es entstehen individuelle Faltungsgeometrien in vielschichtigen haptischen und visuellen Erscheinungen. Klimaneutrale Gebäude lassen sich auf diese Weise gestalterisch und technisch differenziert und umfassend in das Stadtbild integrieren.